Charlotte McConaghy: Wo die Wölfe sind

Rezension von Rina Schölzel

Schottland, Cairngorms Nationalpark. Inti ist eine junge Frau, die dort Wölfe wiederansiedeln möchte. Die Region ist geprägt durch die ansässigen Schafzüchter, die natürlich nichts weniger wollen als Wölfe. Dass diese Tiere in Großbritannien auf Grund von falschen Annahmen und Missverständnissen ausgerottet wurden, macht es Inti nicht leicht, den Aberglauben und die Uninformiertheit der Leute zu […]

Kim Hye-Jin: Die Tochter

Rezension von Janina Buschmann

Dies ist die Geschichte einer Mutter-Tochter Beziehung. Seit Jahren sind beide distanziert und reden nur das Nötigste. Denn für die Mutter, aus deren Perspektive dieser Roman erzählt ist, gibt es ein riesiges Problem mit der Tochter: Sie führt seit Jahren eine Beziehung zu einer Frau. Und das ist für die sehr konservative, koreanische Mutter absolut […]

Richard Powers: Erstaunen

Rezension von Nico Wendt

Nach dem Tod seiner Frau ist Theo Byrne alleine für die Erziehung seines äußerst wissbegierigen Sohnes Robbie verantwortlich. Robbie wurde von den Ärzten mit Asberger Syndrom und Zwangstörungen diagnostiziert, doch sein Vater möchte nicht, das sein Sohn deswegen Medikamente bekommt. Er gibt seinem Sohn Raum zur Entfaltung und bringt seine ganz eigenen Erziehungsmethoden mit ein. […]

Laura Cwiertnia: Auf der Strasse heissen wir anders

Rezension von Carola Nikschick

Ein Brückenschlag von Deutschland nach Armenien. Karlotta, von allen Karla genannt, Tochter einer deutschen Mutter und eines armenischen Vaters, wächst am Rande einer Großstadt in einer Hochhaussiedlung auf. Hier leben viele Familien mit Migrationshintergrund. Und die meisten Kinder kennen die Geschichten und Heimatländer ihrer Eltern und Großeltern. Karla hingegen weiß zwar, dass sie armenische Wurzeln […]

Stine Pilgaard: Meter pro Sekunde

Rezension von Carola Nikschick

Als ich gelesen habe, das Hinrich Schmidt – Henkel den Roman von Stine Pilgaard „Meter pro Sekunde“ übersetzt hat, da wusste ich gleich, den muss ich lesen. Unbedingt! War ich doch von seinen Übersetzungen der Tarjei Vesaas Romane „Das Eis-Schloss“ und „Die Vögel“ so sehr begeistert. Ja, und ich bin es wieder. Diese Sprache zaubert […]

Fatma Aydemir: Dschinns

Rezension von Janina Buschmann

Vor dreißig Jahren kam Hüseyin nach Deutschland, um seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. 30 Jahre lang hat er nur gearbeitet, um sich nun endlich den Traum von einer eigenen Wohnung in Istanbul erfüllen zu können. Doch als er endlich als stolzer Besitzer in seiner Wohnung steht, kommt alles ganz anders. Er erleidet einen […]

Joachim B. Schmidt: Tell

Rezension von Rina Schölzel

Der berühmte Wilhelm Tell; seine Geschichte erzählt Joachim B. Schmidt auf eine Weise, der ich mich nicht entziehen konnte. Kurzweilig prägnant und schlicht-schön. Der wortkarge Tell ist ein sturer und stolzer Bursche. Die Frau seines verstorbenen Bruders hat er geehelicht, deren Sohn zieht er als seinen eigenen groß. Ihm und seiner Familie wird Unrecht getan […]

Navid Kermani: Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen

Rezension von Janina Buschmann

Eine super interessante Perspektive auf den Islam und Religion an sich. Kermani versucht, seiner 12 Jährigen Tochter den Islam zu erklären und antwortet dabei auf all die Fragen, die eine 12 Jährige (oder auch generell Menschen, die nicht dem Islam oder überhaupt einer Religion angehören) zum Thema Gott und Religion so hat. Wer oder was […]

Maxim Leo: Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Rezension von Christiane Hoffmeister

Und plötzlich bist du wer… Und damit hättest Du gar nicht gerechnet. Zumindest Michael Hartung rechnet nicht damit. Er ist der Besitzer einer Videothek in Berlin, die, man vermutet es schon, nicht gerade rentabel läuft. Nur Michael zeichnet sich nicht unbedingt durch Aktionismus aus und neue Technologie, das liegt ihm auch nicht. So läuft also […]

Abdulrazak Gurnah: Das verlorene Paradies

Rezension von Nico Wendt

Der kleine Yusuf wächst bei seiner sehr armen Familie in Ostafrika auf. Ein besonderes Ereignis ist der Besuch von Onkel Aziz, da er beim Abschied immer ein Geldstück von ihm zugesteckt bekommt. Doch dieses Mal ist etwas anders, denn anstatt ein Geldstück zu bekommen, muss er seine Familie verlassen und wird von Aziz mitgenommen. Er […]