Ein literarischer Schatz.
Dezember 2004, Thailand. Marissa und Arielle wachsen zusammen auf, zum einen im Ferienresort von Arielles Familie, zum anderen im Meer, das Marissas Vater als Meeresbiologe erforscht. Sie sind zu Hause in den Mangroven, kennen jeden Vogel, jede Pflanze, jedes noch so kleine Tier. Am liebsten tauchen sie aber mit den großen Mantarochen, denen sie Namen gegeben haben und die sie auf den ersten Blick erkennen können. Eine malerische Kindheit, die jäh von einer Katastrophe unterbrochen wird. Jahre später lebt Marissa allein in New York. Es ist das Jahr 2012, und die Stadt bereitet sich auf den drohenden Hurrikan Sandy vor. Und obwohl Arielle schon so lange tot ist, begleitet sie Marissa weiterhin auf Schritt und Tritt.
„Unter Wasser“ ist ein ganz besonderes Buch. Bewegend und feinfühlig erzählt Tara Menon von Trauer und Verlust, aber auch von wahrer Freundschaft und der unglaublichen Schönheit der Natur. Wir wissen von Anfang an, dass wir auf eine Katastrophe zusteuern. Aber gerade dieser Kontrast von Leben und Tod, von Schrecklichem und Schönen, berührt einen beim Lesen und hallt noch lange nach. Ein Buch, das mich noch weit über die Buchdeckel hinaus begleitet und beschäftigt hat.
