Berührend und schonungslos ehrlich.
Wie ist das, wenn man sich im hohen Alter nochmal verliebt? Wenn die Tage schon gezählt sind und man sich sicher ist, dass nicht mehr viel Zeit bleibt? Natascha Wodin erzählt in ihrem neuen Buch von ihrer späten Liebe zu Friedrich, vom gemeinsamen Leben und den schönen wie schrecklichen Momenten, die das Alter mit sich bringt. In kurzen Absätzen springt sie von einem Gedanken zum nächsten, von Szene zu Szene, von der Vergangenheit in die Gegenwart, dabei immer ehrlich. Sie blickt zurück auf ihr Leben, ihre Beziehungen, ihr Schreiben, ihre Freunde und Familie. Nach und nach setzt sich so das Bild eines Lebens zusammen, aber eben auch ein Bild des Sterbens. Verzweiflung, Schmerz und der Tod sind für sie so allgegenwärtig wie Glück, Dankbarkeit und Liebe. Das alles verwoben mit einer unglaublich schönen Sprache schafft ein Buch, das einem wieder und wieder das Herz zerreißt, um es anschließend wieder zusammenzuflicken.
Ein fantastisches Buch und ein verspätetes Jahreshighlight 2025.
