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Rezension von Krimimimi in der Kategorie Bloggertipps

Kurz & knapp: Worum geht es?

Dass in Hamburg jede Nacht Autos brennen, lockt die Polizei kaum noch hinterm Schreibtisch hervor. Aber in der letzten Nacht saß in einem brennenden Auto ein Mann. Und dieser Mann namens Nouri Saroukhan lässt bei der Polizei alle Alarmglocken klingeln. Denn Nouri gehört zu einem Clan, der den Bremer Polizistenkollegen die Schweißperlen auf die Stirn treten lässt. Nouri gilt zwar als der verstoßene Sohn, aber war er das wirklich oder war er doch in die kriminellen Fehden seiner Familie verwickelt? Seine Kollegen bei der Versicherungsgesellschaft haben nicht viel über ihn zu sagen, da hat er augenscheinlich auch nicht richtig zugehört. Alle mauern, die Polizei kommt nicht weiter. Aber sie stößt bei ihren Ermittlungen auf eine Schulfreundin von Nouri: Aliza. Aliza verschwand eines Tages aus Bremen, aber sie ist die einzige Person, die Nouri richtig gekannt hat. Aliza hatte allerdings gute Gründe, keine Spuren zu hinterlassen, als sie verschwand. Aber die Staatsanwältin Chas Riley und ihr Team kommen wie immer mit teils unorthodoxen Methoden der Wahrheit näher.

Ist der Krimi Teil einer Reihe?

Ja, dies ist bereits der achte Band um die Staatsanwältin Chastity Riley und mit jedem Band liebe ich diese Reihe mehr. Die vorigen Bände heissen „Revolverherz„, „Knastpralinen„, „Schwedenbitter„, „Eisnattern„, „Bullenpeitsche„, „Blaue Nacht“ und „Beton Rouge„.

Wie blutig/eklig ist dieser Krimi?

Wie in der ganzen Reihe beschreibt die Autorin keine Grauseligkeiten detailliert. Das Level an Blut hängt also vom eigenen Kopfkino ab.

Der Hauptermittler in einem Satz

Chas Riley ist benimmt sich wie ein harter Typ aus einem Western. Sie raucht und trinkt und gibt vor, keine Liebe zu brauchen. Ein Pfundskerl.

Sterben Tiere oder Kinder?

Nein.

Wie hoch ist der Love-Factor?

Hinter jeder harten Schale lauert ein weicher Kern. Nie war dies wahrer als in diesem Krimi.

Mein Lieblingssatz aus dem Krimi

„Ich kann alles, was sie tut, so gut verstehen. Einfach mal ganz direkt nach jemandem greifen und an ihm ziehen. Entweder, der andere zieht einen raus, oder man ist wenigstens nicht mehr allein in der Hölle.“

Welche Themen kommen im Krimi vor?

Die Parallelgesellschaft von Clans, die zwar in Deutschland leben, aber nur ihren eigenen Regeln folgen. Und es geht um Autos, die nicht nur in Hamburg, sondern überall auf der Welt brennen, aus Wut angezündet.

Was hat mir am Krimi gefallen?

Mit „Alles“ ist alles gesagt, oder?
Die Krimi-Handlung bietet Platz zum Mitknobeln und Überraschungen. Die Figuren dieser Reihe sind mir inzwischen so sehr ans Herz gewachsen, dass ich ihnen ständig ein Bier und eine Umarmung anbieten möchte. Und die Prise Gesellschaftskritik ist genau richtig dosiert, so dass ich ein bisschen was lernen kann und meine Aufmerksamkeit auf einen Aspekt richte, den ich sonst auch mal aus den Augen verliere.
Jeder Satz ein Treffer. Wobei mir fast noch besser gefällt, was Chas nur in Gedanken sagt als das, was sie tatsächlich von sich gibt. Sollte mein Wohlergehen jemals von einer Staatsanwältin abhängig sein, dann bitte von Chastity Riley.

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