Die Blumenkinder von La Mola

von Jens Stefan Hübel
Rezension von: Kleeblatt
Inhalt: 
1970: Eva und ihr Freund Alex brechen in Bayern alle Brücken hinter sich ab und steigen aus. Einen Freund von Alex hat es auf die spanische Insel Formentera verschlagen und genau da wollen sie jetzt auch hin. Es sind die 70-er Jahre, Sex, Alkohol und Drogen werden Alex zum Verhängnis und Eva bleibt verlassen zurück, allein und schwanger.

2011: Die 40-jährige Iris ist eigentlich mit ihrem Leben zufrieden. Sie hat einen tollen Job und eine heimliche Affäre mit ihrem Chef. Den Job wird sie jedoch sehr schnell los, als ihr Chef von einem Tag auf den anderen verschwindet. Sie will weg und bucht einen Last-Minute-Urlaub auf die Insel Ibiza. Leider sind dort alle Hotels ausgebucht und sie wird kurzerhand auf die Insel Formentera abgeschoben. Dort lernt sie Leonie, eine Potsdamer Tierärztin kennen, mit der sie sich anfreundet. Als Iris Juan kennenlernt, beginnt sie wieder an die Liebe zu glauben.
Aber wer ist Violeta? Iris wird ständig mit ihr verwechselt und als sie ihr das erste Mal begegnet, kann sie es selbst nicht glauben. Sie sehen aus, als wären sie miteinander verwandt? Wird es ihnen gelingen, das große Geheimnis zu lüften, von dem niemand etwas ahnte? ...
Kritik:
Dieser Roman ist das Erstlingswerk von Jens-Stefan Hübel.
Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, die sich langsam annähern und verbinden. Es werden die Geschehnisse im Jahr 1970/71 und 2011 erzählt.
Recht schnell habe ich geahnt, in welche Richtung der Roman geht. Interessant war von daher für mich die Frage, wie setzt der Autor das um.
Es ist ihm gelungen, die Geschichte sehr gefühlvoll zu erzählen. Die Protagonisten Eva und Iris sind Sympathieträger, ich habe mit ihnen gelitten, gehofft und geliebt. Eva jedoch, die letztendlich wie Phoenix aus der Asche stieg, was man fast wörtlich nehmen kann, habe ich regelrecht in mein Herz geschlossen. Das ist eine so starke Frau, die mit ein wenig Glück es schließlich geschafft hatte, zu überleben und wieder nach Hause zu kommen.

Es ist ein Buch voller Romantik und Liebe, Hoffnungen, schicksalhaften Begegnungen und Wendungen sowie Überraschungen.
Der Leser erhält einen sehr guten Blick in die 70-er Jahre, in die berühmt-berüchtigte Flower-Power Blümchenzeit. Selbst wenn man sie nicht selbst miterlebt hat, kann man sich in diese gut hineinversetzen.
Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen, leicht und flüssig zu lesen. Ich kann nur hoffen, dass es bald wieder ein neues Werk von ihm zu lesen geben wird.
Dieses hier hat mir gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.