Das Lachen des Kookaburra

von Kate Sunday
Rezension von: Kleeblatt
Inhalt: 
Rebecca Fielding, ein junges Mädchen kurz vor dem Schulabschluss, verliebt sich auf den ersten Blick in David Hunter, als sie sich auf dem Schulhof begegnen. David betreibt mit seinen Eltern ein Café und lebte schon immer in dem kleinen Ort Mount Gambier und hat auch nicht die Absicht, diesen je zu verlassen.
Rebecca, die gebürtige Engländerin ist, lebt schon einige Jahre in dem gleichen Ort, fühlt sich aber von ihm erdrückt und will nach der Schule den Ort verlassen und in Melbourne studieren.
Auch David hat sich in Rebecca verliebt und beide können nicht voneinander lassen.
Als sich Rebecca endlich dazu durchringt, sich in Melbourne zum Studium zu bewerben, macht sie das hinter dem Rücken von David, darauf vertrauend, dass sie im Falle einer Zusage zusammen dort hin ziehen.
Als sie die Zusage erhält und David Kenntnis davon bekommt, fällt für Rebecca eine Welt zusammen. David ist nicht bereit, mit ihr zu gehen und bleibt in dem kleinen Ort.
Rebeccas Eltern entschließen sich aus Gesundheitsgründen, wieder zurück nach England zu gehen, so dass Rebecca allein in Australien bzw. Melbourne bleibt.
Von David erhält sie auch nach Monaten kein Lebenszeichen, sie selbst kann an nichts und niemand anderen denken. Immer noch hofft sie, dass er sich besinnt, zu ihrer Liebe steht und ihr folgt.
Als sie erfahren muss, dass er eine andere geheiratet hat, bricht für sie eine Welt zusammen.
Obwohl er sie so tief verletzt hat, kann sie nicht von ihm lassen, ihre Liebe zu David ist so tief, dass sie für keinen anderen Mann erreichbar ist.
Dann lernt sie eines Tages Alexander kennen, aber sie ist nicht mehr in der Lage, einen anderen Mann zu lieben ...
Kritik:

Kate Sunday hat ein Buch voller Liebe, Hoffnung, Trauer und Verzweiflung geschrieben.
Es umfasst eine Zeitspanne von 13 Jahren (1980 bis 1993) und erzählt die Liebes- und Leidensgeschichte von Rebecca Fielding. Der Leser lernt sie kennen, als sie kurz vor dem Schulabschluss steht, den Kopf voller Träume und Hoffnungen und im Herzen die erste und letztendlich die einzige große Liebe von Rebecca. Die Welt ist nicht groß genug für sie, als sie ihren David kennenlernt und als Leser nimmt man an dieser Liebe teil. Man leidet mit ihr mit, als David sich stur stellt und nicht mit ihr gehen will.
Ihre Gedanken drehen sich all die folgenden Jahre um David, denn auch wenn er verheiratet ist, sie kann ihn nicht loslassen. Man ist als Leser dabei, wenn aus dem unbedarften Mädchen eine ernsthafte junge Frau wird, die nicht mehr fähig ist, Liebe zu einem Mann zu empfinden oder diese zu geben. Das Einzige, das sie einem Mann noch geben kann und will, ist Freundschaft.
Als der Autor Alexander auf der Bildfläche erscheint, hat man die Hoffnung, nun wird alles gut. Aber auch Alex hat nach einer gescheiterten Beziehung von Frauen die Nase so voll, dass auch er sich keiner Liebesbeziehung mehr zuwendet.

Sehr gut versteht es die Autorin, dem Leser das Gefühlsleben der Protagonisten nahezubringen. Die Beweggründe der beiden sind klar und nachvollziehbar, auch wenn ich Rebecca manchmal hätte zurufen wollen, dass sie doch endlich aufwachen möge.
Mit dem Erscheinen von Alexander fühlte ich mich in den Film "Harry und Sally" hineinkatapultiert, denn es gibt einige Parallelen zwischen Film und Buch.

Der Roman spielt in Australien. Für mein Empfinden hätte ein klein wenig mehr auf die Kultur und Landschaft eingegangen werden können. So ist für mich der Handlungsort ohne weiteres austauschbar. Diese Tatsache an sich ist für mich aber kein Kriterium, um Pfötchen abzuziehen, denn mir ging es um die Story, die ich bewerten will.
Diese ist leicht zu lesen und flüssig geschrieben. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir, die Story ist in sich schlüssig.
Als ich das Buch am späten Nachmittag begonnen hatte, wollte ich nur mal kurz reinlesen, das Ergebnis war ein sehr langer Abend, denn ich habe es in einem Mal durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und schon vor Erscheinen des Buches habe ich es bewundert.
Was mich allerdings an dem Buch richtig geärgert hat, ist die Tatsache, dass ich es als Wanderbuch erhalten habe, und das heißt für mich, ich muss es weiterschicken und es darf sich in meinem Regal nicht gemütlich niederlassen.

Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass ich den Film "Harry und Sally" liebe? Genauso wie dieses Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.