Das Hochzeitsversprechen

von Sophie Kinsella
Rezension von: Manuela
Inhalt: 
Zum Inhalt:
Nach der jüngsten Enttäuschung hat Lottie endgültig die Nase voll von bindungsunfähigen Männern. Als sich da plötzlich Ben meldet, eine alte Flamme von ihr, geht alles ganz schnell. Denn Ben erinnert Lottie an einen vor Jahren geschlossenen Pakt, wonach die beiden einander heiraten wollten, sollten sie mit dreißig noch Single sein. Lottie zögert nicht lange und marschiert kurzentschlossen mit Ben zum Altar. Von dort geht es geradewegs in die Flitterwochen auf Ikonos, jene griechische Insel, auf der sie sich einst kennengelernt hatten. Freunde und Familien der beiden sind entsetzt. Und schließlich machen sich Lotties Schwester Fliss und Bens Freund Lorcan auf nach Ikonos, um Honeymoon und Hochzeitsnacht nach Kräften zu sabotieren...(BuchrückenText)

Das Cover: Farblich ist das Cover sehr gut abgestimmt und wirkt dadurch sehr freundlich. Auch das Motiv ist ansprechend und hat etwas Verspieltes. Eine Frau im Hochzeitskleid, die barfuss und mit hinterm Rücken gekreuzten Fingern vor einem Haus steht, das an Griechenland erinnern könnte. Dieses Cover macht Lust auf mehr und verspricht mit dem Titel einen spannenden Liebesroman.

Die Charaktere:
Normalerweise, gebe ich an dieser Stelle einige Infos zu den Hauptpersonen, doch das könnte zu viel verraten und die Spannung beim Lesen kaputt machen, daher hier nur ein kleiner Einblick.
Lotti und Fliss: sind zwei Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Denn Lotti steht zwar mit beiden Beinen fest im Arbeitsleben, aber handelt privat eher etwas naiv und voreilig. Dazu träumt sie von einer Traumhochzeit und einer eigenen Familie. Fliss dagegen sieht oft nur das negative und will ihre Schwester beschützen. Sie durchlebt gerade eine sehr unangenehme Scheidung und vergisst bei allem fast ihren Sohn.
Ben: Er scheint ein ganz Süßer zu sein, doch bleibt da ein bitterer Beigeschmack…
Richard: Scheinbar etwas gefühllos, doch was steckt da hinter?
Lorcan: Zu ihm könnte man auch so viel sagen, doch ich finde das hier trifft ihn am besten: „Harte Schale, weicher Kern“
Noah: Fliss Sohn, ein aufgeweckter kleiner Kerl mit sehr viel Fantasie. Durch ihn gibt es viele Stellen, wo man nur Schmunzeln und sogar lachen kann.
Kritik:
Meine Meinung: Der Anfang des Romans hat mich schon sehr verwundert, da er anders begann als ich es von Kinsella Romanen gewohnt bin. Aber ich war positiv überrascht, der Prolog, warf einige Fragen auf und machte neugierig auf die Erklärung. Gefallen hat mir auch, dass der Roman aus der Sicht der beiden Hauptfiguren (der beiden Schwestern Fliss und Lotti) abwechselnd geschrieben wurde. Man bekam gleich zwei Sichtweisen präsentiert und konnte die Gesamtumstände schneller und besser verstehen.
Bei der Autorin gefällt mir besonders der flüssige Schreibstil, der auch eine Leichtigkeit ausstrahlt. Diese Liebe zum Detail macht den Lesespaß noch intensiver, da man sich richtig in die Situation, an den Ort träumen kann. Aber auch die Beschreibung von Personen und Kleidung, als würde man es wirklich vor sich sehen können.
Am meisten ist mir dieses Zitat in Erinnerung geblieben: „Eure Jugend ist da, wo ihr sie zurückgelassen habt, und dort sollte sie auch bleiben. Alles was es wert war, mit auf die Reise des Lebens genommen zu werden, dürftet ihr damals mitgenommen haben.“

Empfehlung: Für alle Kinsella Fans zu empfehlen, die gerne einen etwas anderen Liebesroman lesen wollen und sich über Neues freuen. Natürlich ist es auch ein toller Liebesroman für alle anderen, die gerne eine Liebesgeschichte, eingebettet in Humor und viel Aktion lesen wollen.