Kalte Angst

von Arno Strobel
Kurz & knapp: Worum geht es?

Eine Mutter muss mitansehen, wie nachts ihr Mann und ihr 12jähriger Sohn ermordet werden. Der Mörder trägt eine Fliegenmaske und einen Overall, die Stimme ist durch ein Gerät verzerrt. Die Düsseldorfer Polizei versucht, sich ein Bild des Geschehens zu machen, was wegen den kargen Äußerungen der traumatisierten Frau nicht einfach ist. Und schon schlägt der Täter wieder zu. Er ermordet einen Mann und seine Frau muss zusehen. Wieder überlebt die Frau und soll der Polizei ausrichten, es werde den anderen auch so ergehen.

Die Polizei versucht fieberhaft herauszufinden, wer „die anderen“ sein können. Was verbindet die Opfer? Wie viele sollen noch kommen? Noch rätselhafter wird das ganze, weil ein Insasse der Forensischen Psychiatrie den zweiten Mord vorhergesagt hat. Der Leiter der Psychiatrie kann sich auch keinen Reim darauf machen, weil sein Patient keinen Kontakt zur Außenwelt hat und kaum mit anderen Insassen spricht. Der Polizei gegenüber macht der Patient nur rätselhafte Andeutungen und will nur mehr verraten, wenn er im Gegenzug dafür freigelassen wird.

Erpressen lassen kann sich die Polizei nicht. Aber sie kann auch nicht zuschauen, wie weitere Morde geschehen, die sie eventuell hätten verhindert werden können. Eine schlimme Zwickmühle. Und dazu steigt der Druck der Öffentlichkeit.

Ist der Thriller Teil einer Reihe?

Ja, dies ist der zweite Band einer Trilogie mit der Überschrift „Im Kopf des Mörders“. Der erste Band heißt „Tiefe Narbe“ und der dritte mit dem Titel „Toter Schrei“ wird am 23.01.2019 erscheinen.

Der Hauptprotagonist in einem Satz

Max Bischoff ist noch nicht lange im Polizeidienst, aber schon bekannt für seinen Instinkt und dass er sich gern in den Mörder hineinversetzt. Gebremst wird er dabei allerdings durch traumatische Erinnerungen.

Wie blutig/eklig ist dieser Thriller?

Etliche Szenen sind wirklich fies. Es gibt eine Menge Morde und teilweise wird während der Tat detailliert beschrieben, was den Opfern angetan wird, teilweise erfährt man es im Nachhinein. In jedem Fall hat sich mir dabei öfters der Magen umgedreht.

Sterben Tiere oder Kinder?

Ja.

Wie hoch ist der Love-Factor?

Gering. Ein Polizist flirtet mit einer Kollegin, aber das war’s auch schon.

Mein Lieblingssatz aus dem Thriller

„Nun, das scheint mir einer der elementaren Unterschiede unserer Berufe zu sein. Sie würden alles dafür tun, eventuelle Opfer zu schützen, und ich tue alles dafür, kranken Menschen zu helfen und sie davor zu schützen, wie Tiere behandelt zu werden.“

Was hat mir am Thriller gefallen?

Wieder hat Arno Strobel einen Pageturner hingelegt. Die Frage, warum der Mörder immer eine Person leben lässt, hat mich genau so beim Lesen beschäftigt wie die nach dem Motiv. Schnell ist, klar, dass hier eine psychische Abnormalität eine Rolle spielen muss und auch das Knobeln, worin die bestehen könnte, hat mir gefallen. Dazu greift dieser Thriller immer wieder die Frage auf, ob der Zweck die Mittel heiligt, um Verbrechen zu verhindern. Diese Psychothriller ist nichts für schwache Nerven und ich konnte ihn kaum aus der Hand legen bis ich auf der letzten Seite angekommen war. Wo sich natürlich der Cliffhanger zum letzten Band der Trilogie findet.

Wann und wo findet die Lesung statt?

Am 12. Oktober 2018 gab es wie jedes Jahr die Kriminacht während der Frankfurter Buchmesse. Ab 19h habe ich über drei Stunden lang im Haus des Buches acht Autoren samt ihrer aktuellen Krimis vorgestellt. Für jeden hatten wir 20min Zeit und Arno Strobel hat mit „Kalte Angst“ den krönenden Abschluss gebildet.

Text: Krimimimi